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Bürgerstiftung neu aufgestellt

 

Umstrukturierungsprozess erfolgreich abgeschlossen

Am Dienstag, den 20.03.2012 hat der Stifterrat der Bürgerstiftung Pfalz, in dem Stifter ab 500 € und Zeitstifter vertreten sind, die Mitglieder des Kuratoriums, dem Aufsichtsgremium der Stiftung,  neu gewählt. Im Amt bestätigt wurden Volker Kilb für Finanzen, Dr. Oliver Röller für Natur- und Umweltschutz, Florian Foos für Bildungschancen, Roswitha Paulsen für Steuer- und Erbrechtsfragen und  Gertraud Hanß-Bohrer für Frauen und Gesundheit. Neu gewählt wurden Dr. Eva Lütz-Binder für Rechtsfragen, Patricia von Rochow für Kinder- und Jugendhilfe, Ralf Litty für Finanzen und Antje Röper für Kunst und Kultur. Das frisch gewählte Kuratorium wählte seinerseits den operativ tätigen Vorstand. Im Amt bestätigt wurden Teresa Karayel für das Thema erneuerbare Energien und alternatives Wirtschaften, Norbert Schäfer für globale Entwicklung und alternative Wohnformen, Ingo Maas für Unternehmensführung und Finanzen,  und Christiane Steinmetz für Fundraising und Bildungschancen. Neu gewählt wurden Elke Hainz für die Integration von Menschen mit Behinderung, Annette Bickelmann für Dorfentwicklung, Katherina Klees für Lebenslanges Lernen. In den erweiterten Vorstand wurde Kurt Leiner für Technik und Arbeitssicherheit gewählt.

 

Der Vorstand berichtete von den Tätigkeiten 2011 der Stiftung: In den Kinder- und Jugendprojekten steckt nach wie vor die Kernkompetenz der Bürgerstiftung Pfalz. So konnte das Lernpatenprojekt „Keiner darf verloren gehen“ erfolgreich fortgesetzt werden. Insgesamt nehmen zurzeit 55 Grundschulen mit 135 Paten an dem Projekt teil. Auch das Projekt „Ausbildungschancen“ verlief im Jahr 2011 sehr zufriedenstellend. Besonders die Methode „Lernen durch Engagement“, die junge Menschen motiviert, sich für ein konkretes gesellschaftliches Problem in ihrer Umgebung zu engagieren, führte zu gelungenen Projekteinsätzen. Im Projekt sind derzeit ca. 55 Ausbildungspaten an 11 weiterführenden Schulen in Landau, im Kreis SÜW und Speyer tätig. 2012 wird dieses Projekt allerdings nur noch eingeschränkt fortgeführt. Aufgrund der Entspannung auf dem Ausbildungsstellenmarkt und der Vielfalt an guten Angeboten in der Berufsorientierung, wird sich die Bürgerstiftung aus diesem Engagementfeld zurückziehen. Die wichtige und wertvolle Arbeit der Paten wird jedoch aufrecht erhalten.

 

 

Ein Sonderprojekt war das Projekt „Clever trifft smart“, bei dem Jugendliche mit besonderen Begabungen im MINT-Bereich des Pamina-Schulzentrums Herxheim, sich mit Förderschülern der St. Lautentiusschule Herxheim um eine Lösung für die Aufbereitung von Wasser für die Partnerschule in Madagaskar engagiert haben. Mit dem Projekt nahm die Stiftung erfolgreich am Wettbewerb „Brückenbauen zwischen sozialen Milieus“ der Herbert-Quandt-Stiftung teil.

Im Fachbereich Kunst und Kultur konnte 2011 eine Fachgruppe neu gegründet werden, die ein buntes Kulturprogramm 2012 im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz aufgestellt hat.

 

 

Das größte und ambitionierteste Projekt der Bürgerstiftung Pfalz, der gemeinnützige Integrationsbetrieb Stiftsgut Keysermühle, in dem 11 Mitarbeiter mit Behinderung und 15 ohne Behinderung zusammenarbeiten, hat 2011 leider noch eine defizitären Abschluss vorzuweisen. Es wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, den Betrieb nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. So  konnten neue Zielgruppen vor allem bei gemeinnützigen Trägern und Firmen erschlossen werden, die Betriebsführung wurde verschlankt und das Küchenteam neu aufgestellt und die Zielgruppen mehr als bisher auch auf Wanderer, Radfahrer und Familien ausgeweitet.

 

 

Die neu aufgestellten Gremien sind zuversichtlich, dass die Stiftung sich mit der neuen Struktur nachhaltig für die Zukunft aufgestellt hat, die bewährten Projekte gut weiterentwickeln und neue Projekte auf den Weg gebracht werden können, die innovative und alternative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Pfalz geben werden.